Inklusive Mädchen*arbeit beginnt mit der Bereitschaft, Barrieren abzubauen und Räume zu schaffen, in denen alle Mädchen* von Anfang an mitgedacht werden und aktiv mitgestalten können.
Diese Seite bündelt Ressourcen, Methoden und guten Beispiele aus der Praxis, die als weiterführende Informationen zu unserer Handreichung "Und jetzt (wirklich) alle! Inklusive Mädchen*arbeit gestalten" dienen. Die Publikation kann bei der LAG Mädchen*politik per Mail an info@lag-maedchenpolitik-bw.de bestellt werden. Sie wird in Kürze auch als barrierefreie PDF hier zum Download bereit stehen.
Wir möchten dieses Informationsangebot aktuell halten: Sollte ein Link nicht mehr funktioniert, eine Information nicht mehr aktuell sein oder es fehlt eine wichtige Ressource in unserer Sammlung, freuen wir uns über einen entsprechenden Hinweis per E-Mail.

Mädchen* mit Behinderung werden oft noch zu wenig mitgedacht. Unsere Handreichung setzt genau hier an: Sie dient als praxisnaher Kompass, um bestehende Barrieren in Einrichtungen zu erkennen und abzubauen. Dabei geht es nicht nur um Rampen oder Fahrstühle, sondern vor allem um eine offene Haltung und die Entwicklung von Angeboten, die die Vielfalt der Lebensrealitäten von Mädchen* ernst nehmen.
Die Broschüre bündelt Wissen zu Themen wie Ableismus oder zu rechtliche Rahmenbedingungen. Um den Zugang für alle so einfach wie möglich zu gestalten, findet sich am Ende jedes Kapitels eine Zusammenfassung in Leichter Sprache. Damit ist die Handreichung für alle, die ihre Arbeit inklusiver und zukunftsfähig machen wollen.
Förderprogramm „Impulse Inklusion“: Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg unterstützt mit diesem Programm Projekte, die die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im kommunalen Leben nachhaltig stärken.
Förderangebote der Aktion Mensch und weitere Soziallotterien (z.B. Deutsche Fernsehlotterie oder Deutsche Postcode Lotterie): Über verschiedene Förderprogramme werden Projekte unterstützt, die die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung sowie Kindern und Jugendlichen verbessern und Inklusion in der Gesellschaft stärken.
Social Media Accounts:
Videos und Filme:
Podcasts:
Bücher:
weitere (online) Lesetipps:
Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e. V. (bvkm) (Hrsg.): MiMMi – Mädchen-Mitmachmagazin-Mittendrin. Düsseldorf: Eigenverlag. (Themenschwerpunkte: Partizipatives Magazin von und für Mädchen mit und ohne Behinderung zu wechselnden Themen wie Pubertät, Kreativität, Selbstbehauptung und Freizeitgestaltung).
Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.) (2025): Inklusion. Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 1-2/2025). Bonn: bpb. (Themenschwerpunkt: Aktuelle Bilanz und Ausblick auf die inklusive Gesellschaft, Barrieren in der Arbeitswelt, politische Teilhabe sowie die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention 15 Jahre nach deren Ratifizierung).
Sozialhelden e. V. (Hrsg.) (2023): DIE NEUE NORM – Das Magazin für Vielfalt und Disability Mainstreaming. Berlin. (Themenschwerpunkt: Umfassende Analyse von Ableismus in Medien, Sprache und Arbeitswelt sowie praktische Tipps für Allyship und digitale Barrierefreiheit).
Die Projektfachstelle Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit dient als zentrale Anlaufstelle in Baden-Württemberg für alle Belange rund um ein inklusives Miteinander. Sie fungiert als Schnittstelle zwischen der Praxis und der Politik, bietet Beratung für Fachkräfte und Einrichtungen an und vernetzt Akteur*innen aus der Jugendarbeit. Durch Qualifizierungen, Zukunftskonferenz und die Bereitstellung von gebündeltem Wissen und Praxisbeispielen (u. a. auf dem Inklublog) unterstützt sie die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der täglichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Tritta* e. V. gestaltet den Prozess der inklusiven Öffnung bewusst als kontinuierliche Entwicklung. Der Verein setzt seit einigen Jahren darauf, bestehende Angebote schrittweise zugänglicher zu machen, anstatt die gesamte Einrichtungsstruktur sofort grundlegend zu verändern. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Sensibilisierung der Kursleitenden, die dazu ermutigt werden, ihre Konzepte inklusiv zu gestalten.
Ein besonderes Qualitätsmerkmal des Vereins ist die intensive Vorbereitung und Begleitung der Angebote: individuelle Bedarfe werden bei der Anmeldung abgefragt und gegebenenfalls durch persönliche Gespräche ergänzt, so dass die Angebote bestmöglich auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden ausgerichtet werden können. Dies baut Hemmschwellen ab und ermöglicht Mädchen, trans, inter und nicht-binären Kindern und Jugendlichen mit Behinderung einen sicheren Einstieg. Durch eine breit gestreute Öffentlichkeitsarbeit und die Kooperation mit Förderschulen werden gezielt Teilnehmende erreicht, für die die regulären Angebote oft nicht zugänglich bzw. zu hochschwellig sind.
Das Spiel- und Kulturhaus Heimbacher Hof in Schwäbisch Hall ist ein zentraler Ort der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der konsequente Inklusion vorlebt. Seit vielen Jahren sind dort sämtliche Ferienprogramme und Freizeiten inklusiv gestaltet, sodass Kinder und Jugendliche mit und ohne Unterstützungsbedarf gemeinsam spielen, kreativ sein und voneinander lernen können. Unterstützt wird dieses Miteinander durch das Projekt der Peer-Assistenz, bei dem qualifizierte Gleichaltrige Jugendliche mit Förderbedarf im Alltag begleiten. Neben den offenen Treffs und inklusiven Angeboten gibt es wöchentliche Mädchen*- und Jungen*treffs.
Der Mädchen*treff Crailsheim ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Jugendbüro Crailsheim und den Offenen Hilfen Schwäbisch Hall, das durch Aktion Mensch gefördert wird. Ziel ist es, Mädchen* mit Behinderung durch eine geförderte Assistenzbegleitung aktiv in die Regelangebote zu integrieren. Um den Kontakt zwischen allen Teilnehmenden zu erleichtern, setzt der wöchentliche Treff auf organisierte Angebote statt auf ein rein offenes Setting, was von der gesamten Gruppe sehr gut angenommen wird.
Der Kinderabenteuerhof Freiburg setzt konsequent auf das Bestreben, alle Angebote inklusiv zu gestalten. Ein zentraler Baustein sind die zwei Mädchen*angebote: ein offenes Format sowie eine feste, ganzjährige Gruppe. Etwa 10 % der Teilnehmenden haben einen Förderbedarf, insbesondere in der sozialen und emotionalen Entwicklung oder im autistischen Spektrum. Mädchen* mit körperlichen Behinderungen nehmen teilweise mit Assistenz teil.